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05/12/2013
Wasser marsch

Feuer und Flamme für Flughafenlöschfahrzeuge: Von Österreich aus beliefert Rosenbauer Flughäfen in der ganzen Welt mit maßgefertigter Spitzentechnologie. Dabei ist ausgeklügelte Projektlogistik gefragt.
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Der „Panther“ in Aktion: Hightech pur.

Gut, dass der Panther nicht auf der Straße unterwegs ist. „Wenn der neben einem an der Ampel vorführe, würde es finster“, ist Peter Windhager überzeugt. Aber so ein 1.260 PS-Bolide ist auch für ganz andere Einsatzgebiete vorgesehen. Der Panther ist ein Flughafenlöschfahrzeug aus dem Hause Rosenbauer mit Stammsitz im oberösterreichischen Leonding. Ein echtes Kraftpaket. Je nach Motorisierung beschleunigt er innerhalb von 25 Sekunden oder weniger von 0 auf 80 Stundenkilometer. „Wasser marsch“ heißt es bei ihm selbst in voller Fahrt. „Das ist gewaltig“, weiß Windhager nach einer Testfahrt. Die Dach- und Frontwerfer seien für eine Ausstoßmenge von bis zu 10.000 Litern pro Minute und eine Wurfweite von bis zu 90 Metern ausgelegt. „Da entwickeln sich unvorstellbare Kräfte.“

Nicht nur wegen solch ausgefeilter Fahrzeug- und Löschtechnik ist Peter Windhager Feuer und Flamme für die Feuerwehr. Der Seefracht Export und Projekt Manager von DACHSER Austria in Hörsching ist mit seinem Team spezialisiert auf die weltweite Verschiffung der Fahrzeuge. Mit Erfolg. So hatte DACHSER im Oktober dieses Jahres mit Rosenbauer ein beachtliches Jubiläum feiern können. Seit 2008 wurden 2.000 Löschfahrzeuge an ihre Bestimmungsorte gebracht.

Internationales Projektgeschäft

„Rosenbauer-Löschzüge sind weltweit gefragt: in Trinidad und Tobago genauso wie auf den Solomon Inseln, in China, Afrika oder Australien – eben überall wo es Flughäfen gibt“, erklärt Gerhard Wierer, Logistik- und Einkaufsleiter bei Rosenbauer. Auch von den USA liefert das Unternehmen mit Hilfe von DACHSER USA Spezialfahrzeuge in die ganze Welt. Die Branche wachse vor allem in Ländern mit hohem Sicherheitsbedarf und in aufstrebenden Märkten mit verstärkten Infrastrukturinvestitionen. „Wir sehen gute Perspektiven im internationalen Projektgeschäft“, so Wierer weiter. Die Vielfalt der von Rosenbauer ausgelieferten Fahrzeuge ist groß: Sie reicht vom Chassis, über die Aufbauten bis zum nach Kundenwunsch fix und fertig montierten, einsatzfähigen Löschzug. Für die Logistiker in Hörsching ist die Verschiffung vor diesem Hintergrund ein umfassendes Projektgeschäft mit vielen spezifischen Sonderaufgaben und -regelungen. „Bei den Einzel- und Spezialanfertigungen von sechs bis 32 Tonnen stehen wir immer wieder vor neuen Aufgaben“, erklärt Windhager. Vor diesem Hintergrund rechnen er und seine Projektplaner mit etwa zwei bis vier Wochen „Vornotizzeit“, um die passenden Schiffskapazitäten zu buchen, Sonderfahrgenehmigungen einzuholen, die Tieflader oder aber die Fahrer zu organisieren. Zweimal pro Monat komme eigens ein Notar in die DACHSER-Niederlassung, um vor Ort die Frachtpapiere und Zulassungen zu beglaubigen.

Proaktiver Logistikpartner

Auf dem Tieflader oder – falls möglich – den eigenen Rädern geht es schließlich mit den Löschfahrzeugen von Österreich aus nordwärts. Von Bremerhaven, Hamburg oder Antwerpen gelangt ein Teil der Frachtmobile auf sogenannten RoRo-Schiffen (roll-on, roll-off) in ihre Bestimmungsländer. Wenn solche einfache Verschiffung nicht möglich ist, werden die Löschfahrzeuge entweder mit dem Kran in den Bauch von „break bulk“-Schiffen gehievt oder in sogenannten Flat-Rack-Containern – das sind solche ohne Seitenwände und ohne Dach – auf Containerschiffe verladen. „DACHSER erweist sich in diesem Prozess als proaktiv agierender Logistikpartner, der auch bei Kostenoptimierungen aktiv mithilft. Besonders die Zollabwicklung, Pönaleforderungen sowie die wechselnden gesetzlichen Vorschriften verlangen hohe Flexibilität und Termintreue“, beschreibt Andreas Zeller, Verkaufsleiter Saudi-Arabien bei Rosenbauer, die Erwartungen an den Logistikdienstleister. Saudi-Arabien sei einer der wichtigsten Flughafenlöschfahrzeug-Märkte für Rosenbauer. „Dort hat die General Authority of Civil Aviation, GACA, ihre gesamte „Fire & Rescue Vehicles“-Flotte auf den 28 Flughäfen mit über 230 Rosenbauerfahrzeugen ausgestattet“, freut sich Zeller. Darüber hinaus würden weitere angrenzende Flughäfen beispielsweise in Bahrain, Qatar, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Oman, Ägypten oder im Sudan beliefert. Gute Zeiten für Panther & Co. Und die Sicherheit auf Flughäfen.

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