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30.01.2017
Zusammenspiel schafft Mehrwert

Interview mit Urs Häner (Managing Director European Logistics Switzerland bei Dachser) und Samuel Haller (Country Manager Air & Sea Logistics Switzerland bei Dachser). Industrie- und Handelsunternehmen, welche in globalisierten und hoch volatilen Märkten tätig sind, erwarten heute komplexe, weltweite Logistikdienstleistungen, um die Wertschöpfung entlang ihrer Supply Chains zu erhöhen.
Interview swiss export

Die Anforderungen von Logistikkunden an Speditionsdienstleister sind in den letzten 20 Jahren massiv gestiegen. Wie sehen Sie das?

Urs Häner (U.H.): Früher wurden einzelne Teile der Supply Chain, z.B. der Warentransport, die Verzollung oder das Lagermanagement, fremd vergeben. Heute zielen Outsourcing-Projekte vermehrt darauf, die Wertschöpfung entlang der kompletten Lieferkette zu erhöhen. Die Erfahrung zeigt, dass die Kosteneffizienz deutlich steigt, wenn nicht nur Insellösungen optimiert, sondern ganzheitliche Verbesserungen vorgenommen werden.

Und was bedeutet das für Logistikdienstleister?

U.H.: Weltweit tätige Industrie- und Handelsunternehmen benötigen einen starken und erfahrenen Logistikpartner. Er muss die drei Disziplinen - Land-, Luft- und Seeverkehr - beherrschen, passgenaue IT-Lösungen haben und Beratung vor Ort bieten. Der Logistikdienstleister sollte in der Lage sein, integrierte Lösungen mit einem echten Mehrwert zu realisieren. Dazu braucht es, Ideen, aber auch Pragmatismus, Agilität und Gestaltungskraft.
Samuel Haller (S.H.): Dachser hat seine Geschäftseinheiten „Road Logistics“ und „Air & Sea Logistics“ auf allen Ebenen verknüpft, um Kunden einen transparenten Service aus einer Hand zu bieten. Wir nennen das „Interlocking“.

Interlocking? Ist das nicht alter Wein in neuen Schläuchen?

U.H.: Nein. Dank neuer Technologie können wir heute viel stärker integrierte Lösungen anbieten als vor zwanzig oder zehn Jahren. Die digitalisierte und vernetzte Wertschöpfungskette ist ein Trendthema. Bei uns wird sie bereits seit geraumer Zeit umgesetzt. Prozesse können dadurch hochflexibel gestaltet und überwacht werden. Geschwindigkeit, Präzision, Flexibilität und Verfügbarkeit sind entscheidende Wettbewerbsfaktoren für unsere Kunden, auch in der Abwicklung logistischer Prozesse.
S.H.: Dachser hat über die Jahre massiv in die Entwicklung seines Netzwerks, in integrierte IT-Systeme, ein anspruchsvolles Qualitätsmanagement, in ganzheitliche Lösungen und in weltweite Kundennähe investiert. Unser Ziel ist es, der weltweit integrierteste Logistiker zu werden. Wir wollen uns damit von der Masse der Spediteure abheben.

Welches ist die grösste Hürde auf dem Weg dorthin?

U.H.: Verlader nehmen bislang unsere Logistikdienstleistungen meist getrennt wahr. Sie kennen entweder nur unser europaweites Landverkehrsnetz oder das interkontinentale Luft- und Seefracht-Netz. Das wollen wir im Sinne von „One World, one Company, one Network“ ändern.

Welche Vorteile bietet „Interlocking“?

S.H.: Mit nur einem Dienstleister für Distribution und Beschaffung hat der Kunde einen einfacheren Zugang zu weltweiten Märkten. Die Komplexität des Supply-Chain-Managements sinkt. Die Steuerung erfolgt über eine IT-Schnittstelle. Es braucht weniger Aufwand beim Festlegen der IT-Prozesse und Formate. Auch administrative Prozesse und das Vertragsmanagement werden schlanker. Bei der Abfertigung lassen sich dadurch Kapazitäten an Rampen und im Lager besser optimieren. Die Flexibilität und Transparenz entlang der gesamten Supply Chain steigt, ebenso wie die Wirtschaftlichkeit durch einheitliche Leistungsstandards, Zuverlässigkeit und die Lieferbereitschaft. Der Kunde generiert Synergien im Einkauf, Vertragsmanagement, Tracking & Tracing, Datenverkehr und vieles mehr. Dabei gewinnt er insgesamt an Prozessgeschwindigkeit bei seinen Ablaufprozessen und erreicht dadurch eine bessere Performance auch bei seinen Kunden.

Quelle: swiss export Journal, 1. Quartal 2017

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