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09.05.2018
Drehscheibe für den Welthandel

Aufbruchsstimmung in Südostasien: In Vietnam nimmt die Globalisierung weiter Fahrt auf.
Vietnam
West Lake, Hanoi - an den beiden Standorten Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt wickelt DACHSER Aufträge aus der Bekleidungs-, Automotive-, Schwer- und Plastikindustrie ab

Jean Cassiot, Managing Director Air & Sea Logistics Vietnam, erläutert, wie DACHSER von Vietnam aus Brücken in die westlichen und innerasiatischen Märkte schlägt.

Herr Cassiot, Vietnam startet wirtschaftlich gehörig durch. 2016 exportierte das Land Waren im Wert von knapp 176 Milliarden Dollar, das sind über acht Prozent mehr als im Vorjahr. Was sind die Gründe für diesen Aufschwung?

Jean Cassiot: Auf der Suche nach günstigen Lohn- und Fertigungskosten sind die Hersteller mit ihren Produktionsstätten auch in Vietnam angekommen. Wir sind unseren Kunden hierher gefolgt und wickeln an unseren beiden Standorten Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt derzeit vor allem Aufträge aus der Bekleidungs-, Automotive-, Schwer- und Plastikindustrie ab. Zugleich beobachten wir, dass Giganten wie Samsung, Hon Hai Precision, LG Innotek, Foxcon, Microsoft oder Intel hier gerade mächtig investieren und Vietnam als Hightech-Industriestandort auf ein neues Level heben. Da bahnen sich neue Chancen an.

Was bedeutet der Wandel von einem Agrar- und Billigtextilproduzenten zum Industriestandort mit Hightech-Ambitionen? Wie wird er sich auswirken?

In den Zentren Vietnams hat sich bereits eine Mittelschicht gebildet, die sich mehr und mehr für gehobene Bildungsstandards, aber auch für Konsumgüter interessiert. Bis 2020 wird sie sich auf 33 Millionen verdoppelt haben. Das heißt zugleich, dass es den Herstellern und dem Handel in Vietnam nicht an qualifizierten und motivierten Mitarbeitern fehlt.

Wie steht das Land international da?

Der Wandel von einem Agrar- und Rohstoffland zu einem Industriestandort in gerade mal 30 Jahren ist schon atemberaubend. Er hat vor allem mit den zahlreichen Handelsabkommen – wie zuletzt dem mit der Europäischen Union unterzeichneten EVFTA – zu tun, die Vietnam in den letzten Jahren abgeschlossen hat. Zugleich ist Vietnam Mitglied der Transpazifischen Partnerschaft (TPP). Aus dem einstigen Entwicklungsland wurde ein angesehenes „Middle Income Country“.

Jean-Cassiot
Jean Cassiot, Managing Director Air & Sea Logistics Vietnam bei DACHSER

Wohin steuert das Land in Zukunft?

Auch wenn Vietnam einige wirtschaftliche Herausforderungen zu bewältigen hat, sind die Voraussetzungen für weiteres Wachstum gut. Schaut man sich die Handelspartner Vietnams genauer an, wird klar, wie wichtig das Land insbesondere auch für innerasiatische Verkehre ist. Auf Rang eins der wichtigsten Abnehmerländer steht China vor den anderen ASEAN-Ländern und Indien. Damit allein wird schon ein gewaltiger Markt mit über zwei Milliarden Menschen erschlossen. Allein die Exporte nach China schlugen 2016 bereits mit 22 Milliarden Dollar zu Buche.

Wie stellt sich DACHSER auf solche positiven Aussichten ein?

Ich erwarte, dass sich Vietnam zu einer wichtigen Drehscheibe für den Welthandel entwickeln wird. Daher wollen wir unsere Vietnam-Dependancen in Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt sowie die Frachtkapazitäten kräftig ausbauen. Wir hoffen, die Regierung setzt ihr Pläne zum Ausbau der Hafen- und Infrastruktur in die Tat um. Nur so kann das Land nachhaltig wachsen.

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